Marcus C. Brinkmann vom ADR-Blog hat bereits darauf hingewiesen. Im Wiesbadener Kurier gab es in kurzen Abstand zwei Artikel, die sich mit einer Mediation im Jugendfußball zwischen den Spielern zweier Vereinen beschäftigte.
Die Mediation hat Aussicht auf Erfolg
Sehr interessant finde ich, dass der Rechtswart und der Jugendwart mit ihrem Kenntnisstand über die Mediation unzufrieden waren. Scheinbar wussten sie nicht wie so eine Mediation eigentlich funktioniert und waren nicht am Verfahren beteiligt. Von der Teilnahme hatten sie sich wohl Erkenntnisse erhofft, wie so ein Verfahren zukünftig genutzt werden kann. O-Ton des Rechtswarts: “Mich hätte die Vorgehensweise allein schon deshalb interessiert, damit ich erkennen kann, ob es sich lohnt, Strafen auf Bewährung auszusprechen und dann Mediatoren die Möglichkeit zu geben, auf die Beteiligten einzuwirken”.
Hier wird deutlich, dass die Sportgerichtsbarkeit bzw. diejenigen, die im Sport Urteile sprechen, noch zu wenig über die Mediation informiert sind. Es fehlen vor allem an eigenen Erfahrungen, um das Verfahren besser einschätzen und damit auch empfehlen zu können. Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen aus dem Trainer- und Funktionärsbereich.
Interessant und motivierend ist, dass Funktionäre, Trainer und und Sportrechtler offen sind für neue Herangehensweisen. Sie brauchen Möglichkeiten die Mediation und andere Verfahren zur Konfliktlösung selbst kennen zu lernen. Das ist eine spannende Aufgabe für alle Meditorinnen und Mediatoren, die sich dem Sport besonders verbunden fühlen.